Sonntag, 17. Juli 2016

Tödliche Zeiten von L.U. Ulder

L.U.Ulder: Tödtliche Zeiten
Ein solider Thriller, spannend und actionreich. Mit gnadenlosen Killern, die vor nichts zurückschrecken, Ermittlern, die immer einen klitzekleinen Schritt zu spät kommen, Entführung, Erpressung, Mord, Mord, Mord und kreative Computerspezialisten. Was will man mehr?

Klappentext: „Wem kannst du noch trauen? Eine junge Frau wird ermordet. Schnell wird ein Mann als Täter identifiziert, der sich selbst scheinbar umgebracht hat. Doch dann findet die Privatdetektivin Valerie heraus, dass die Polizei ihre Ermittlungen in dem Fall auf politischen Druck eingestellt hat. Gemeinsam mit dem ehemaligen Mitglied der Mordkommission Bergstätter macht sie sich an die Nachforschungen und gerät in eine Spirale aus Intrigen, Korruption und Gewalt. Ein Thriller, der die Diskussion über Fracking und seine Gefahren für die Umwelt neu entfacht.“

Das Besondere an diesem Thriller sind die beiden Hauptcharaktere. Die Privatdetektivinnen Valerie und Anna sind keine Superfrauen, sondern ganz normale Menschen mit gängigen Alltagsproblemen: Zum Beispiel Müttern, die sie in den ungünstigsten Momenten verkuppeln möchten. Sie sind sympathisch und liebenswert. Nun stecken sie mitten in einem Kriminalfall, der immer komplizierter wird, je tiefer sie graben und der so weit geht, dass sie und ihre Familie in den Fall hineingezogen werden. Die anderen Figuren in dem Roman sind im Vergleich zu Anna und Valerie eher skizzenhaft dargestellt.

Ich war sehr gespannt auf die Beschreibungen und Informationen rund um das Fracking, inklusive der Auseinandersetzungen zwischen den mächtigen Ölmultis und den Umweltaktivisten. Der Autor legt aber den Schwerpunkt auf die Lösung der Mordserie und die Aufdeckung der Bestechlichkeit von Staatsanwaltschaft und Kripobeamten. Er geht der Frage nach, wie man als Privatdetektivin in einem Kriminalfall erfolgreich ermitteln kann, trotz der Hürden, die ausgerechnet Polizei und Politik ihr in den Weg legen. Damit rückt der eigentliche Auslöser des Falls im Verlauf des Romans immer mehr in den Hintergrund.

Dieser Thriller ist sehr spannend aufgebaut und gerade die Details in den Ermittlungen zeigen deutlich, dass der Autor sein Handwerk sehr gut versteht. Ihm gelingt es, in mir ein mulmiges Gefühl entstehen zu lassen mit der treibenden Frage: „Wem kann man, verdammt nochmal, in diesem Fall tatsächlich noch trauen?“ Wenn du einen soliden Thriller lesen möchtest, liegst du mit diesem bestimmt nicht verkehrt.

Dank an U.L.Ulder für das Rezensionsexemplar.

Eckdaten:  eBook, 296 Seiten, Verlag: Knaur eBook
Autoreninterview bei Droemer und Knaur

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