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Sonntag, 13. August 2017

Leons Erbe von Michael Theißen

Michael Theißen: Leons Erbe

Michael Theißen hat mit seinem Erstling Leons Erbe einen soliden Thriller vorgelegt, der viel Potential für spannende Unterhaltung in sich trägt. Diesen Autor sollte man im Auge behalten.

Er ist kein klassischer 0815 Thriller. Dieser Roman führt mich durch die verworrenen emotionalen und damit irrationalen Verhaltensweisen und Handlungen von Personen, die von Schmerz und Trauer getrieben sind. Die Hauptfigur in dem Roman, Katja, ist eine solche Person, die versucht aus ihrer Trauer um den verstorbenen Sohn herauszufinden, wie er zu Tode gekommen ist. Obendrein ist ihre Schwester, mit der sie sehr eng verbunden war, sechs Monate zuvor sang- und klanglos veschwunden. Das ist schon kompliziert genug, dennoch geht der Autor einen Schritt weiter und beschreibt sehr ausführlich die komplexen Familienverhältnisse, in denen sich Katja bewegt. Damit gibt er den Figuren Farbe und ihren Charaktären Schärfe.

Ich bin in meiner Meinung zu diesem Buch etwas hin und her gerissen: Einerseits finde ich die Wahl des Themas, den Plot und den Aufbau des Thrillers sehr interessant; Andererseits ist die Handlung so ausführlich beschrieben, dass die geplanten Überraschungsmomente im Vorwege bereits verraten werden. Diese Überraschungsmomente und auch die Wendungen kommen für meinen Geschmack zu häufig zum Einsatz und haben damit leider den Effekt, dass ich mich von den Figuren und ihren Handlungen distanziere und es mir somit schwer fällt, die Spannung zu halten. Das ist sehr schade, denn ohne dieses Manko würde ich diesen Thriller zweifellos der Kategorie "Gänsehautfeeling" zuordnen.

Michael Theißen schießt mit seinem Debüt handwerklich leider etwas über das Ziel hinaus. Mut zur Lücke und ein sparsamerer Einsatz von Stilmitteln, wie Cliffhanger und Wendungen, hätten diesen Roman ansprechender gemacht. Dennoch finde ich, ist es ein spannendes Debüt, das deutlich macht, wieviel Potential der Autor noch in sich trägt. Hoffentlich bleibt er dran!


Eckdaten: Taschenbuch, eBook, 268 Seiten, Bastei Lübbe Verlag



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Sonntag, 6. August 2017

Sunday Stories # 10


Heute melde ich mich aus dem Urlaub von einem Computer ohne Umlaute. Also bitte nicht ueber die interessante Schreibweise wundern!

Die Aktion Sunday Stories haben sich Sas von Sas.Verse und ich ausgedacht. Alle zwei Wochen am Sonntag posten wir kurze Gechichten in sechs Worten, die sich aus Gelesenem, Gehoertem, Erlebtem ergeben. Mehr Infos zu der Aktion findet ihr hier.

Die naechste wird von mir gehostet am 20.8. Ihr seid alle herzlich eingeladen mitzumachen!

Und nun zu meinem heutigen Beitrag:



Tags krasse Steinhoelle - Nachts funkelnde Sternendecke
Ich habe meinen Urlaub in Medellín, Kolumbien verbracht. Die Stadt ist bekannt aus den Hochzeiten des Drogenhandels. Inzwischen hat sie sich zu einer aufstrebenden Metropole entwickelt. Dennoch gibt es viel Armut. Diese Leute leben an den Haengen der Stadt in kleinen Backsteinhaeusern, die am Tage im Stadtbild kaum auffallen. Sobald es aber dunkel wird, beginnen die Strassenlaternen in einem warmen Gelbton zu leuchten. Wegen der Hanglage wirkt es wie ein dichtgedraengter Sternenhimmel.
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Sonntag, 23. Juli 2017

Sunday Stories # 9




Moin moin allerseits! Während die gute Sas von Sas Verse nun hinter der wunderschönen Kulisse werkelt (ich bin sowas von gespannt, was dabei heraus kommt!), präsentiere  ich euch meine neueste Ultra-Kurzgeschichte.


Die Aktion Sunday Stories von Sas und mir ist eine kleine Herausforderung, denn es ist nicht leicht nur sechs Worte Platz zu haben, um eine Geschichte mut Anfang, Mitte, Ende und Spannungsbogen zu schreiben. Manchmal gelingt es, manchmal weniger. Bei mir klappen Krimis sehr gut. Sas fließen die Geschichten am besten auf Englisch aus der Feder.


Meine heutige Geschichte entstammt dem Fantasy Genre. Beim Fantasy wimmelt es ja von fabelhaften Wesen, die sich bekriegen, lieben oder zusammen verreisen. Ich habe versucht, möglichst viele verschiedene Wesen in einer Geschichte unterzubringen und bin auf drei gekommen. Kein schlechter Schnitt, oder? Hier also ist meine Geschichte:


"Troll dich Elf!" grummelte der Zwerg.



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Montag, 10. Juli 2017

Auf alles vorbereitet: Lifehacks für unterwegs

Lifehacks für unterwegs
Endlich ist es Sommer und der Jahresurlaub steht vor der Tür! Und damit verbunden entstehen Sorgen ganz besonderer Art: Wie kriege ich bloß alles in den Koffer, ohne dass etwas zu Bruch geht? Wie bastele ich mir ein Behelfskissen, um auf langen Zugfahrten ein bequemes Nickerchen machen zu können? Wie halte ich mein Getränk bei heißen Temperaturen kühl und an welchen Wochentagen in welchen Waggons findet man in der Bahn garantiert einen Seitzplatz?

Auf diese und weitere 296 Fragen hat der Ratgeber Lifehacks für unterwegs vom Dumont Verlag sehr praktische Antworten. 160 Seiten stark ist das Buch und auf extraleichtem Papier gedruckt. Es wiegt nur 330 Gramm, trotz Gummiband zum Seiten markieren und einem sehr stabilen Taschenbuch Einband.

Die 300 Tipps selbst, sind sehr kreativ und äußerst praktisch. Mir entwich immer wieder ein „Aha!“ beim Lesen. Das muss ich mir unbedingt merken! Die Kapitelaufteilung startet mit den Vorbereitungen einer Reise, beispielsweise Tipps für die Reiseplanung oder wie man den Koffer optimal packt. Dann geht es weiter mit der Reise selbst und der Ankunft am Reiseziel. Abschließend gibt es noch ganz konkrete Tipps zu wichtigen Gegenständen, die im Gepäck nicht fehlen dürfen, wie Gaffa-Tape, Haargummis oder ein großes Tuch.

Was mir besonders gut gefällt, ist die lockere Aufmachung des Buches, die sich auch in den Texten wiederspiegelt. Verspielte Fonts und viele bunte Illustrationen laden zum Blättern ein. Nicht zu vergessen, die liebevoll gestalteten Details, wie die kleinen Kapitel-Symbole neben den Seitenzahlen.

Dieses Buch ist eher ein fun-to-have als ein nüchterner Ratgeber. Und das bringt mich zum einzigen Knackpunkt: Als Taschenbuch ist dieser Ratgeberkein Buch zum mitnehmen, auch wenn es so konzipiert ist. Dafür ist mir das Format zu sperrig und der Inhalt zu verspielt. (Vielleicht lohnt es sich aber, zusätzlich ein Exemplar auf den eReader zu laden). Ich werde das Taschenbuch garantiert zuhause immer wieder in die Hand nehmen und darin blättern, insbesondere, wenn ein Urlaub vor der Tür steht. Wie ich finde, auch ein ideales Geschenk in der Urlaubszeit für Freunde und Familie.

Lieben Dank an MairDumont für das Leseexemplar.


Eckdaten: Taschenbuch, eBook, 160 Seiten, Verlag Dumont

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Sonntag, 9. Juli 2017

Sunday Stories # 8



Kaum zu glauben! Die letzten beiden Wochen sind wie im Flug an mir vorbei gerauscht. Nicht, dass ich nichts getan hätte! Ich war quasi im Freizeitstress. Zum einen war ich vollauf mit meinem neuen Online-Projekt "Dopamin - Das Buch" beschäftigt, zum anderen saß ich in den letzten Tagen hier in der Stadt im Ausnahmezustand und konnte die Welt nicht mehr verstehen. Das brachte mich zu meinem heutigen Sunday Story.

Wenn ihr wissen wollt, was es mit den Geschichten in sechs Worten auf sich hat, dann schaut in diesen Link. Die Aktion wird ausgetragen von Sas von Sas.Verse und mir. Alle zwei Wochen kommen wir zusammen und tauschen unsere Geschichen aus.Und ihr seid herzlich eingeladen, mit zu machen.

Hier also meine Geschichte.

Diesmal blickte sie nicht zurück. Nie mehr!

Diejenigen unter euch, die schon bei Sas vorbei geschaut haben, werden schmunzeln, wenn sie meine Geschichte lesen. Denn, unsere beiden Geschichten drücken genau dasselbe aus. Ist das nicht ein witziger Zufall? Ganz ehrlich: Es war nicht abgesprochen! Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Reaktion von Sas. Ihr auch?


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