Gern gelesen

Donnerstag, 23. März 2017

LBM Leseparty. Für die Daheimgebliebenen


Heute gibt es wieder eine Leseparty. Dieses Mal gehostet von Die Liebe zu den Büchern, Bücherkaffee und literatour.blog. Dieses Lese-Event hat schon Tradition und ich freue mich, die nächsten Tage dabei zu sein.

Es geht um 13:00 Uhr heute los. Schaut bei der FB-Veranstaltung rein, dort findet ihr alle Informationen. Ich werde erst am Abend einsteigen können, da ich beruflich unterwegs bin. Natürlich mit Buch in der Tasche!

Ich lese The Martian von Andy Weir und bin nach wie vor total begeistert von dem Buch. Ich habe es auch tatsächlich geschafft, den Film noch nicht zu sehen und bin dafür sehr dankbar.
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Sonntag, 19. März 2017

Ankündigung: Sunday Stories



Werdet kreativ und schreibt eine Minigeschichte in nur sechs Worten!
Jeden zweiten Sonntag abwechselnd bei Sas.verse und hier bei Lora liest. 
Start ist der übernächste Sonntag, am 2. April hier auf diesem Blog.

Wer hätte das gedacht - wir sind mit unserer Idee schon online! Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell aus einem kleinen Gedankenfetzen eine ausgewachsene Aktion entstehen kann. Genauso erging es Sas und mir. Ich entdeckte bei Sas.verse auf Instagram eine Aktion, an der sie letztes Jahr teilgenommen hatte und war so fasziniert davon, dass ich sie sofort fragte, ob wir gemeinsam etwas ähnliches organisieren könnten. Also steckten wir die Köpfe virtuell zusammen und heraus kam die Aktion Sunday Stories. Tadaaa!

Bei dieser Aktion wird die übliche Welt der Buchblogger*innen ein bisschen verdreht: Wir schreiben dieses Mal nicht über Bücher, die wir gelesen haben, sondern werden selbst kreativ und schreiben eine kleine Geschichte, eine Six Word Story. Denn in jedem Blogger muss eine kreative Energie stecken - die Lust zu schreiben - sonst würden wir keine Blogs schreiben. Mit der Aktion Sunday Stories möchten wir diese Energie aus euch und uns herauskitzeln.

Wie die Six Word Stories entstanden sind


Wieviel Platz braucht es eigentlich, um eine Geschichte zu erzählen? Diese Frage sollte sich schon Ernest Hemingway in den 1920ern gestellt und eine Wette mit ganzen sechs Worten gewonnen haben: „For sale: baby shoes, never worn.“ („Zu verkaufen: Babyschuhe, nie getragen.“) Das war die Geburtsstunde der „Six Word Stories“. Vor allem im englischsprachigen Raum werden diese Mini-Geschichten seit Jahrzehnten mit Begeisterung erdacht. Auf den Webseiten 6-Word Short Stories und Six Word Stories gibt es viele Beispiele dafür. Da könnt ihr auch sehen, wie vielfältig die Geschichten ausfallen können, selbst wenn man nur sechs Worte zur Verfügung hat.

Six Word Stories von Autor*innen:

Longed for him. Got him. Shit. (Mragaret Atwood)
Ich bog links ab. Besuche jederzeit.(Herbert Huber)
Lie detector eyeglasses perfected: Civilization collapses. (Richard Powers)

Diese kleinen Geschichtchen gibt es mit sehr unterschiedlichem Niveau. Manchmal als Übung für möglichst knackige Werbesprüche. Manchmal geht es einfach um Schnelligkeit. Dabei entstehen eher Sprüche oder witzige Aussagen. Oder die Geschichten werden in Schreibwerkstätten als literarische Übungen genutzt. Was uns aber fasziniert ist, dass es tatsächlich möglich ist, in diesen wenigen Worten Stimmungen zu vermitteln und gleichzeitig eine Geschichte zu erzählen. 

Six Word Stories aus der Schreibwerkstatt:

Freunde fürs Leben, leider tödlich verunglückt.
Sie war blauäugig...ihr Baby auch.
Er traute sich. Heute ist Hochzeit.

Zurück zur Aktion Sunday Stories


Ziel der Aktion "Sunday Stories" ist es also Six Word Stories zu schreiben. Lasst euch inspirieren von Dingen, die euch in den letzten zwei Wochen bewegt haben. Eine interessante Stelle in eurem aktuellen Buch, ein Gesprächsfetzen, den ihr auf der Straße aufgeschnappt habt und der euch nicht mehr loslässt oder etwas aus Musik, Film oder dem aktuellem Geschehen. Und dann lasst ihr einfach daraus eine kleine Geschichte entstehen.

Postet die Geschichte alle 14 Tage am Sonntag in einem Beitrag und erklärt, wie die Geschichte entstanden ist. Alle zwei Wochen werden Sas und ich abwechselnd eure Links zu den Beiträgen auf unseren Blogs  Sas.Verse oder Lora liest  sammeln. Ihr dürft auch gerne das Banner der Aktion benutzen.
 

Kurz zusammengefasst:

  • Eine Geschichte aus sechs Worten schreiben - nicht mehr und nicht weniger.
  • Kann Krimi, Science-Fiction, Fantasy sein, mit oder ohne Cliffhanger, vielleicht eine Fortsetzungsgeschichte
  • Erzählt, wie diese Geschichte entstanden ist.

Na, wie sieht’s aus, seid ihr dabei? Wir würden uns sehr darüber freuen.

Weiterführende Links:

Sas.kreativ: flash fictions
In Six Words, (Huff. Post)
Die kürzesten Geschichten
Sechs - kurz aber tief




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Samstag, 18. März 2017

Lesenacht: Read 'n'Talk Challenge


Heute bin ich wieder bei einer Lesenacht dabei - im Rahmen der Read 'n' Talk Challenge von Bookwoormdreamers. Ich bin etwas spät dran, es ist scho 21:00 Uhr  - leider kam mir etwas dazwischen, aber jetzt endlich geht es los.



18:00 Uhr Frage: Welches Buch oder welche Bücher werden euch durch den heutigen Abend begleiten? Stellt sie uns doch kurz vor.
 
Ich lese "The Martian" von Andy Weir. Ein Buch das schon sehr lange auf meinem SuB lag. Es ist ein Science Fiction der inzwischen auch schon verfilmt wurde. Ein todgeglaubter Astronaut wird von seiner crew auf dem Mars zurück gelassen und kämpft um's Überleben.

19:00 Uhr Frage: Habt ihr euch Ziele für den heutigen Abend genommen oder wollt ihr einfach darauf los lesen und schauen, wie weit ihr kommt?

Lesen und schauen, wie weit ich damit komme. Ich lese dieses Buch auchzusammen mit Diana in einer Leserunde und bin etwas spät dran, deshalb hoffe ich ein bisschen aufholen zu können.

20:00 Uhr Frage: Wie lautet der erste Satz auf eurer aktuellen Seite?

That should change my 300 days of food into 400.

21:00 Uhr Frage: Wie wichtig ist euch der Klappentext beim Kauf eines Buches?

Manchmal kaufe ich ganz spontan am Bahnhof, da ist es schon sehr hilfreich einen Blick auf den Klappentext zu werfen. Leider ist auf sie nicht immer Verlass, wie ich gerade vor ein paar Tagen feststellen musste. Ich kaufte ein Buch auf Grund des Klappentextes und las dann später in den Rezis, dass es zum Teil sehr brutal und detailliert Vergewaltigungen beschreibt. Gar nicht mein Ding. 

22:00 Uhr Frage: Welche der Bücher, die die Anderen lesen, würdet ihr selber gerne lesen? Welches spricht euch am Meisten an?

Der Fitzek! Ganz eindeutig der neue Fitzek, den Meike von I'm just a litte girl liest. Den Adler-Olsen, den Vivka von AWinter's Story am Wickel hat, würde ich auch nicht verschmähen.

23:00 Uhr Frage: Wenn ihr eurem Protagonist oder eurer Protagonistin eine Frage stellen könntet: Welche wäre das?

Du weißt, du bist ganz alleine auf diesem riesigen Planeten und so schnell wird niemand vorbei kommen. Hast du denn gar keine Angst vor der Einsamkeit?
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Der Zug der Waisen von Christina Baker Kline


Ich muss sagen, dieses Buch hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen. Die Aufarbeitung des wenig bekannten Umgangs mit Waisen- und Straßenkindern in den USA des späten 18. Jahrhunderts ist aufschlussreich und auch schockierend. Der Stil und die Rahmenhandlung hat mich allerdings nicht überzeugt, leider.

Der Roman räumt auf mit dem Mythos um die Barmherzigkeit einer privaten Initiative, die Straßenkinder und Waisen aus den Elendsvierteln New Yorks mit dem Zug in den Mittleren Westen zu ländlichen Familien brachte. Raus an die frische Luft, wo sie wachsen und gedeihen können und eine Chance bekommen, sich aus der Spirale der Armut zu befreien. Es bleibt unklar, ob die Initiative einfach nur naiv war und es einfach nicht besser wusste, oder ob sie bewusst so handelte: viele dieser Kinder wurden als billige Arbeitskraft wie auf dem Sklavenmarkt gehandelt und waren schutzlos der Willkür und Aggressivität der betreuenden Familien ausgesetzt.

Hauptperson des Romans ist die 9jährige Niamh, die bei fast jedem Familienwechsel auch ihren Namen wechseln musste und damit nach und nach ihre wahre Identität verliert, das letzte was ihr von ihrer leiblichen Familie geblieben ist. Die Autorin beschreibt sehr eindringlich das Schicksal dieses Mädchens, das wie ein Stück Vieh von einer Familie an die nächste weitergereicht wird. Dieser Teil der Geschichte ist sehr anschaulich und spannend beschrieben, auch wenn es hier und da für meinen Geschmack an Emotionalität und Empathie fehlte. In der Rahmenhandlung erzählt dasselbe Mädchen inzwischen als 90jährige Frau in der Gegenwart ihr damaliges Schicksal einem Teenager, die bei der alten Dame Sozialstunden ableisten muss. Es entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine enge Verbindung, die erst in der zweiten Hälfte des Romans beginnt mich zu berühren.

Mir fehlte an diesem Roman der zündende Funke, um ihn gänzlich spannend finden zu können. Die Autorin reißt interessante Themen rund um die sozialen Beziehungen der Figuren an, aber anstatt diese zu vertiefen, eilt sie weiter zum nächsten Thema. Der nüchtern-distanzierte Schreibstil sprach mich nicht an.

Dennoch empfehle ich diese Geschichte weiter an diejenigen unter euch, die sich für die USA der Jahrhundertwende interessieren und einen guten Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen auf dem Land und in der Stadt zu der Zeit bekommen möchten.


Eckdaten: Taschenbuch, eBook, 352 Seiten, Goldmann Verlag   


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Samstag, 11. März 2017

Mädelsabend - Lesenacht



Heute habe ich mich spontan entschlossen, bei der Lesenacht von Tanja: Der Duft von Büchern und Kaffee mitzumachen. Der Mädelsabend ist immer besonders gemütlich. Genau das richtige, um einen schönen sonnigen Tag abzurunden. So, ich muss mich jetzt sputen, die Lesenacht hat schon vor einer Stunde begonnen.

19:09 Uhr. Die verpassten Fragen.
So, was für ein Kuddelmuddel. Ich sitze auf meindem Sofa mit dem Reader und einem leckeren Brötchen. Falls mich der Heißhunger trifft, habe ich vorsichtshalber eine Toblerone und ein paar Chips außer Reichweite, aber in Sichtweite liegen. :-)

Meine Lektüre für heute ist der historische Roman "Der Zug der Waisen" von Christina Baker Kline, den ich in einer Leserunde schon begonnen habe. Hier der Klappentext:

New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen. (Goldmann Verlag)

18:00 Uhr: Wie lautet der Satz, den du zuletzt gelesen hast?
"Wir müssen noch Popcorn kaufen, da muss man immer anstehen."

19:00 Uhr: Du hast die Wahl: Du kannst eine Person deiner Wahl aus deinem Buch für einen Tag in deine Welt holen oder für einen Tag in die Welt deines Buches abtauchen. Was würdest du machen und warum?
Ich würde Vivian in meine Zeit holen und ihr zeigen, dass solche Aktionen, wie sie damals gelaufen sind, heute unter Strafe stehen. Viele Familien, die Waisenkinder aufgenommen haben, sahen sie als billige Arbeitskraft an und haben sie zum Teil sogar mishandelt. Ich würde sie in eine Schule mitnehmen und dann ganz gemütlich Kaffee trinken und ein bisschen plaudern.

20:00 Uhr: Beschreibe die Hauptcharakterin/den Hauptcharakter mit drei ihn charakterisierenden Stichworten. Vielleicht magst du uns ja auch ihre/n engsten Vertraute/n mit drei Stichworten vorstellen?
Vivian als Kind: Starker Überlebenswille, selbstlos.
Molly, ihre jugendliche Gesprächspartnerin in der Gegenwart (Vivian ist inzwischen 90 Jahre alt): starker Charakter, resigniert, intelligent.

 21:00 Uhr: Such dir auf deiner momentanen Seite einen Satz aus und hebe ein Wort heraus, das dir besonders gut gefällt. Vielleicht magst du uns gerne erzählen, was dir an diesem Wort besonders gut gefällt? 
Richard schwebt mit Lil und Em, wie er die beiden nennt, an seinen Armen hinein, und ich haste hinter ihnen her. 
"Schweben" ist für mich ein sehr positiv besetzter Begriff. Es beschreibt nicht nur eine aufrechte Körperhaltung, sondern zeigt auch an, dass die Person stolz ist, zufrieden und selbstbewusst. Es hat etwas majestätisches. Es kann einfach nichts schiefgehen, so ist es vorgesehen. Ich denke, der Richard in dem Zitat befindet sich gerade in diesem Zustand. Man kann aber auch vor Glück schweben, hoch hinaus, bis auf Wolke sieben. Dieses schweben, ist ein tolles Gefühl. Kennt ihr das auch? Man darf nur nicht aus dieser Höhe fallen, dass könnte ganz schön schmerzen.

22:00 Uhr: Wenn du das Ende deines Romans schreiben dürftest, wie würde es wohl aussehen?
Oh, so eine schwierige Frage am späten Abend. Hmm, ich würde es Vivian wünschen, Frieden mit sich und ihrer Vergangenheit zu schließen. Sie war sehr einsam und konnte sich ihr Leben lang nie richtig öffnen, bzw. eineechte Freundschaft eingehen. Ich glaube mit Molly wäre das möglich. Ja, mein Ende sieht folgendermaßen aus: Molly zieht in das große Haus mit Vivian zusammen und füllt es mit Leben. Dann bekommen beide ihre Familie wieder, nach der sie sich so sehr sehnen.

22:35 Uhr
Hach, was für ein schöner Abschluss für eine Lesenacht, oder?

Am nächsten Tag
Ganz lieben Dank für diesen schönen Leseabend. Die beiden Hosts haben wieder eine tolle Atmosphäre geschaffen. Die Fragen haben mir sehr gefallen, weil sie zur Diskussion anregten und nicht zu sehr auf den Lesefortschritt fixiert waren. Danke auch an die anderen Teilnehmerinnen, ich habe einiges dazu gelernt und viele schöne neue Blogs gesehen. Klasse!
Also dann, bis zum nächsten Mal.



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